Stuttgarter Zeitung

 

Besser als mit Solist Dionysios Tsaousidis hätte die Doppel-Rolle nicht besetzt werden können.

Der Solist Dionysios Tsaousidis

besetzt die Doppel-Rolle mit Bravour.

Monumental, mächtig,mitreißend, zuweilen melancholisch, dann wieder majestätisch – Axion Esti bedient viele Gefühle.

Und sie kamen alle zum Tragen. Das lag auch an

Solist Dionysios Tsaousidis. Besser als mit diesem Sänger, dem die Freude, dieses Werk aufführen zu dürfen, förmlich anzumerken war, hätte die Doppel-Rolle des Psalmisten und des Volkssängers nicht besetzt werden können.

 

Souverän, warm und inbrünstig. Ein Genuss.

Dieser Abend wird in die Annalen des Europäischen Kultursommers und des Fellbacher Kulturlebens eingehen. 

 

Stuttgarter Nachrichten

BAD KROZINGEN. Ein Weihnachtskonzert für Stimme und Klavier: Der Bassbariton Dionysios Tsaousidis und die Pianistin Stella Souppaya haben sich viel überlegt, seit sie im Frühjahr diese Anfrage bekamen. Das Publikum, das sich am zweiten Weihnachtstag im Bad Krozinger Kursaal versammelt hatte, erhielt dank der launig-lockeren Moderation von Tsaousidis im Dialog mit seiner musikalischen Partnerin einen sehr persönlichen Einblick in die Ideen der beiden, die letztendlich zu diesem wunderbar stimmigen Konzertprogramm geführt haben.


 

Schon die Sprechstimme von Tsaousidis ist hinreißend, man könnte sich von ihm auch das Telefonbuch vorlesen lassen, einfach nur, um das volle strahlende Timbre zu hören. Er ist derzeit Mitglied im Opernstudio Straßburg. Stella Souppaya achtet als erfahrene Vokalbegleiterin als "Chef de Chant" an der Straßburger Opéra National du Rhin auf einen transparenten, klar gezeichneten Part, der sich durchweg der Singstimme unterordnet oder diese mit kleinen frechen Schlenkern und nadelspitzen Staccati kommentiert. Im Lauf der folgenden zwei Stunden öffnen die beiden eine ganze Schatztruhe voller Weihnachtslieder in vielen Sprachen. "Bringt aus jedem Land, in dem ihr musiziert habt, etwas mit", hatte die Bitte des Tourneeveranstalters geheißen.

Im ersten Block ein Ausflug in die beschwingte Weihnachtswelt der verschneiten USA, "White Christmas", "Jingle Bells", mit viel Diskantgeriesel, in lebhaftem Tempo, das jeden Schmalztropfen verdampfen lässt, so dass die ganze neckische Fröhlichkeit dieser Musik zum Ausdruck kommt. Und dann die wunderbaren Weihnachtslieder, die in ganz Europa herumgereicht werden, und die man in verschiedenen Sprachen singt: "Tochter Zion", "Hört der Engel helle Lieder" oder "Herbei oh ihr Gläubigen" – Latein, Französisch, Griechisch, Deutsch, jede Sprache hat in dieser Musik ihren eigenen Wohlklang, Tsaousidis beherrscht sie alle, wechselt von Strophe zu Strophe die Sprache. Auch das üppig romantisch harmonisierte "Minuit Chretien" mit seinen dramatischen Mollpassagen hat eine Botschaft, die Tsaousidis niemandem vorenthalten will: "Ich singe das jetzt noch auf Deutsch", sagt er. "Fallt auf die Knie, der Himmel steht uns offen" – ein Moment der ganz großen Gefühle, ein Bühnendrama en miniature. Tsaousidis ist beides, strahlender Opernstar mit einer starken Bühnenpräsenz und begnadeter Kammersänger, der auch die leisen, sensiblen Nuancen beherrscht. Dazu kommt ein stupender Stimmumfang, der in keiner Registerlage an Spannung verliert. Das Mikrofon braucht dieser Künstler nur für seine Moderation, seine Singstimme füllt den Saal ohne technische Hilfsmittel."Jetzt werde ich noch griechische Lieder singen", meint er launig, dann komme eine kleine Pause. Die typische Rhythmik der Volkslieder vom Balkan mit ihren belebenden Wechseln aus Zweier- und Dreiertakten gibt dem Neujahrslied "O minas exi simeron" exotische Würze.Besondere Momente des zweiten Teils sind dann das intime, von tiefer Frömmigkeit geprägte "Nun wandre Maria" aus dem Spanischen Liederbuch von Hugo Wolf und der Choral "Ich steh an deiner Krippe hier", in dem das Klavier den Sänger lediglich einstimmig mit der Achtel-Unterstimme von Bach begleitet. Innige Frömmigkeit strahlt auch aus den Liedern des Romantikers Peter Cornelius, der mit seinem Opus 8 aus den Jahren 1858 und 1870 eine Sammlung wunderbarer Weihnachtsmusik vorgelegt hat. Nicht fehlen darf das Ave Maria, das Charles Gounod als Solostimme über das C-Dur-Präludium aus Bachs Wohltemperiertem Klavier gelegt und so die strenge Formensprache des Barock mit romantischer Gefühlstiefe aufgeladen hat. Mit der bekannten Bass-Arie aus Bachs Weihnachtsoratorium "Großer Herr" zeigt Tsaousidis noch einmal seine ganze Virtuosität. Leuchtend klar kommen die Koloraturen auch bei diesem forcierten Tempo, und wieder diese unglaubliche Weite in den tiefen Lagen, in denen das Timbre nichts von seiner Wärme und Biegsamkeit einbüßt.Der Schluss gehört natürlich "Stille Nacht", in dessen Strophen sich noch einmal alle Sprachen des Abends treffen.

Strahlende Stimme, starke Bühnenpräsenz: Der Bassbariton Dionysios Tsaousidis bei seinem Konzert im Kurhaus

Stimmen.de

Publikumsliebling ist stimmlich wie schauspielerisch ein köstlicher Papageno (Dionysios Tsaousidis),

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stimmen.de

Eine Weihnachtsreise

Konzerte in Düsseldorf- München- Strasbourg- Freiburg- Reutlingen- Waiblingen

Greek Pulse Radio  

SWR: Kunscht!

Porträt Dionysios Tsaousidis

  • Facebook Basic Black
  • Black Instagram Icon

© 2017 by Dionysios Tsaousidis